Die Myrafälle in Muggendorf
von Sandra Ivankovits
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Ein freier Sonntag, wunderschönes Sommerwetter und noch nichts für den Tag geplant - das schreit nach einem Tagesausflug und dieses mal sollte es für uns nach Muggendorf zu den Myrafällen gehen, ein seit dem Jahre 1885 bestehender Wasserfall. Für uns Naturliebhaber ein tolles Ausflugsziel, wo wir neben teilweise anstrengendem Treppensteigen auch gleich die angenehme Kühle der Wasserfälle genießen durften.

Aus dem Auto ausgestiegen, hat uns die Schönheit der Natur gleich in ihren Bann gezogen. Überall grüne Wiesen und Felder. Schnurstracks sind wir am Myrabach - wo die Wanderung in der Wasserwelt beginnt - angekommen. Schnell haben wir uns unsere Tickets besorgt und dann ging es auch schon los. Beeindruckt von den vielen Holzbrücken, die die Stufen auf beiden Seiten miteinander verbinden, staunten wir über die schönen Wasserfälle, die sich uns jetzt zeigten. 

Inzwischen der insgesamt 26 Holzbrücken und den 8 Stiegen sind an der Seite immer wieder Informationstafeln zu finden, die interessante Fakten über die Myrafälle und ihre Umgebung aufweisen. An der 520 Meter langen Strecke gibt es so viele Möglichkeiten tolle Fotos zu schießen, für die Hobbyfotografen unter euch sicher ein Traum. Die Strecke von 2,36 Kilometer ist mit einem normalen Gehtempo in ca. einer Stunde zu bewältigen. 

Da der Aufstieg nicht besonders schwierig ist und auch die Stufen leicht zu besteigen sind, ist der Wanderweg auf jeden Fall auch für Familien mit Kindern empfehlenswert. 

Die letzten Stufen überwunden und oben am Klamm angekommen, kommt ein Stausee zum Vorschein. In diesen Stausee mündet das Wasser der Myra, welches aus der Myralucke am Fuße des Unterbergers entspringt.  Im Stausee wird der Myra kurz der Weg durch eine kleine Staumauer versperrt, bevor sie sich die unzähligen Wasserfälle hinunterstürzen kann und unten im Tal sich das Wasser wieder im Myrabach sammelt. Früher, genauer gesagt bis 1975, war an den Myrafällen ein kleines Speicherkraftwerk oder auch das „Myrawerk“ genannt in Betrieb.  

Für Hungrige möchte natürlich auch gesorgt sein, so könnt ihr es euch z.B. nach eurem erfolgreichen Wanderaufstieg beim „Karnerwirt“ gemütlich machen und euch für den Rückweg stärken. 

Um so eine Anlage zu halten und zu pflegen, gehört auch einiges dazu und dieser Dank gilt hier dem „Österreichen Touristenklub“, der dafür verantwortlich ist, dass Wanderer jeden Tag das ganze Jahr über die Kraftquelle Myrafälle genießen dürfen. 

Auf unserem Rückweg zum Myrabach haben wir uns noch einmal vom Plätschern des Wassers und der Schönheit des Waldes verzaubern lassen.

 

Tipps:
  • Für die Hobbyfotografen unter uns: Vergesst nicht das Stativ und einen geeigneten Filter einzupacken, es wird sich lohnen.
  • Eintrittspreise: Für Erwachsene kostet ein Ticket €3,50. Für Kinder von 6-14 Jahren €1. Karten- oder Kreditkartenbezahlung ist möglich.  Die Öffnungszeiten sind ganzjährig. 
  • Komfortabler ist der Weg zu den Myrafällen auf jeden Fall mit dem Auto. Die Parkplätze vor Ort sind kostenlos. Falls ihr jedoch kein Auto besitzen solltet, müsst ihr trotzdem nicht auf das Ausflugsziel Myrafälle verzichten. Der Zug fährt bis zur Haltestelle Pernitz/Muggendorf und dann benötigt ihr noch ungefähr eine 3/4 - 1 Stunde zu Fuß. 
  • Für Kinderwägen sind die Myrafälle ungeeignet, da ihr viele Treppen zu besteigen habt. Auch für körperlich Beeinträchtigte Menschen ist es eher ungeeignet. 
  • Festes Schuhwerk nicht vergessen!

 GALERIE

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