Traunsee - Tagestrip zum tiefsten See Österreich´s
von Sandra Ivankovits
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Schon einst die Römer schätzten den Besuch zum Traunsee und wurde „Lacus Felix“ genannt – der glückliche See. Bereits im Jahr 909 wurde der Traunsee in Dokumenten als „Trunseo“ erwähnt und war bzw. bleibt eines der beliebtesten Ausflugsziele. Heutzutage stellen sich die BewohnerInnen im Salzkammergut öfters die Frage: Attersee oder Traunsee? Eine Glaubensfrage, so könnten wir annehmen. Dieser Glaubensfrage wollten wir auf den Grund gehen und statteten zunächst an einem sehr heißen Sommertag im Juli 2016 dem Traunsee in Oberösterreich einen Besuch ab. Ein Resümee, wie der Traunsee mit seiner wunderschönen See- und Bergkulisse auf uns wirkte und was wir für einen Besuch empfehlen können.

Schon wie wir mit dem Auto zum Traunsee fuhren und uns dem See näherten, bemerkten wir wie eingeschlossen der Traunsee ist. Die Hektik der Straßen, die lotrechte Betonwand der Kaimauer und die schroffe Felswand, dennoch lässt der Traunsee eine idyllische Landschaftsaussicht zu. Mit insgesamt 191 Meter Tiefe ist der Traunsee der tiefste See Österreichs, zudem besticht er mit einer Fläche von 24,5 Quadratkilometer und hat ein Volumen von 2,3 Milliarden Kubikmeter. Nach dem Attersee ist er der zweitgrößte See Oberösterreichs.

Das Gebiet rund um den Traunsee wird sehr gerne als Urlaubsziel verwendet, wahrscheinlich nicht zuletzt, weil der Traunsee auch Teil des beliebten Salzkammerguts ist. Zudem gibt es auf dem gesamten Traunsee Wassersportmöglichkeiten und Anlegestellen. Für Wassersport hat es zeitlich leider nicht gereicht, oder war es vielleicht auch einfach nur eine fehlende Motivation?! Egal, dafür nutzten wir die Möglichkeit und nutzten eine der zahlreichen Anlegestellen. Ob Ruder-, Tret-, Elektro- oder Segelboot, am Traunsee bleiben hinsichtlich des Bootfahrens keine Wünsche offen - der See bietet sich wunderbar zum Bootfahren an. Was gibt es schöneres, als draußen am Wasser den Motor abzustellen und sich einfach ein bisschen treiben zu lassen, dabei die Augen zu schließen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen – das Leben kann so schön sein! :) Eine Stunde, je nachdem welches Boot ihr euch ausleihen möchtet, kostet zwischen acht und 15 Euro. 

An so einem Tag, wo das Thermometer über 30 Grad misst, muss natürlich auch ein Sprung ins kalte Nass gewagt werden. Das Wasser war mit seinen 19 Grad angenehm kühl und sehr salzhaltig, was durch die unterste Wasserschicht und der industriellen Einleitungen zu erklären ist. Leider hatten wir keine Badelatschen für das Wasser dabei, denn die hätten wir aufgrund des glitschigen Steinuntergrunds sehr gut gebrauchen können – also denkt daran, unbedingt Badelatschen mitzunehmen, wenn ihr an den Traunsee fahren wollt. Leider ist es mittlerweile so, dass es rund um den See sehr viele Privatstrände für die Hotelurlauber gibt. Ihr braucht also schon ein bisschen Geduld, um ein geeignetes Plätzchen zum niederlassen zu finden. Wir selbst sind auch eine Weile mit dem Auto um den See gefahren, um noch ein ungestörtes und vor allem freies Plätzchen finden zu können.

Wenn wir schon einmal in der Nähe sind, gönnen wir uns doch noch einen Kaffee inklusive einem Eis in der bekannten Konditorei „Zauner“ in Bad Ischl, dachten wir uns - wo einst Kaiser Franz mit seiner Kaiserin Sisi über die Sommermonate verweilte und die Idylle genoss. So neigte sich auch für uns der Tag seinem Ende.

Tipps:
  • Für die Nostalgiker unter uns: In Gmunden wartet eine Fahrt mit der berühmten „Gisela“. Das Schiff wurde 1871 erbaut und ist einer der ältesten Raddampfer der Welt, da sollte einer Traunsee-Schifffahrt nichts mehr im Wege stehen.
  • Der Uferweg in Traunkirchen ist zu jeder Zeit einen Spaziergang wert, nutzt die Zeit und Gelegenheit und lasst euch währenddessen gleich vom Johannesberg inspirieren.
  • In Traunkirchen werden am Ortsplatz vom Schifffahrtunternehmen Loidl Boote verliehen, also nichts wie los und Seele auf dem Traunsee baumeln lassen. Neben dem Bootsverleih gibt es einen netten Badeplatz, falls euch der Weg bis ans andere Ende zu weit ist.
  • Wenn ihr schon einmal da in der Nähe seid, dann nutzt auf jeden Fall einen Besuch bei der Konditorei-Kaffee Zauner in Bad Ischl. Die Konditorei wurde 1832 gegründet und ist somit ein traditioneller österreichischer Qualitätsbetrieb.

 

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