Barcelona - ein Trip-Tipp-Resümee
von Sandra Ivankovits
in Spanien
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Nach dem Motto „Spontanität trägt keine Uhr und keinen Terminkalender bei sich“, buchten wir im Juni 2016 unsere Flüge nach Barcelona – nachdem wir beide unabhängig voneinander schon einmal in Barcelona waren und wir diese Stadt so toll finden, war unsere Vorfreude auf die gemeinsame Reise groß, die wenige Tage später ja dann auch schon startete. Ein Trip, welchen ich gerne in diesem Bericht Resümee passieren lassen würde. Ein paar Tipps, welche euch in diesem Bericht ein paar interessante Informationen bieten kann.

Am späten Abend kamen wir in Barcelona an, bezogen nach einer relativ kurzen U-Bahnfahrt die Wohnung und machten uns Pläne für die nächsten Tage – genauso spontan wie die Entscheidung nach Barcelona zu reisen. Um erst einmal richtig in Barcelona, dieser wundervollen beeindruckenden und lebendigen Stadt, anzukommen, beschlossen wir am ersten Tag einen Strand, den „Platja Llevant“, den nördlichsten Strandabschnitt des 4,5km langen Sandstrandes in Barcelona, zu besuchen um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Insgesamt besuchten wir in der Woche drei Strandabschnitte: Neben dem „Platja Llevant“ den „Platja Barceloneta“ sowie den „Platja Nova Icaria“. Aufgrund seiner Weitläufigkeit und Ruhe hat uns der „Platja Nova Icaria“ am besten gefallen. Alle Strandabschnitte in Barcelona sind sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, was für uns ein deutlicher Plus Punkt ist. Wer seinen Urlaub sowohl am Strand als auch in der Stadt verbringen möchte, kommt in Barcelona auf jeden Fall auf seine Kosten – in Barcelona kannst du von allem ein bisschen etwas haben. Einer unserer ersten Sightseeing Ausflüge war der „Montjuïc“, der 173 Meter hohe Berg gilt als der Hausberg der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Zu ihm führt die „Telefèric de Montjuïc“, eine kuppelbare Einseil-Kabinenbahn, die übrigens auch für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer sehr gut geeignet ist, da sich beim Einfahren in die Station die Fahrt deutlich verlangsamt und die Seilbahnkabine vom Förderseil entkuppelt wird. Die Fahrt zum Montjuic dauert rund fünf Minuten und hält an drei Stationen, wo beliebiges Aus- und Zusteigen gestattet ist. Oben angekommen, gibt es die Möglichkeit die Burg „Castell del Montjuïc“ zu besichtigen – der Eintritt zur Burg beträgt 5€ für Erwachsene. Neben dem geschichtlichen Hintergrund - die Burg wurde anfangs zum Schutz der Stadtbevölkerung und für den Hafen erbaut, ihre Daseinsberechtigung änderte sich jedoch ständig – genossen wir von der Festung aus eine wunderschöne Aussicht über die 1,6 Millionenstadt Barcelona. Von der Burg hinunter führt ein sehr liebevoll hergerichteter Park „Mirador del’Alcalde“, der auch als Aussichtsplattform gilt. Seiner schönen Aussicht zu verdanken, ist auch der Name entstanden, zu vergleichen mit dem Ausblick, den ein Bürgermeister vom Rathaus hat (Alcalde = Bürgermeister).

Da Barcelona mit seiner Fläche von 101,4qkm ziemlich groß ist, wäre für viele natürlich eine Stadterkundung mit den „Hop on, hop off“ Bussen empfehlenswert, Tickets könnt ihr bereits ab ca. 28€ kaufen. Es gibt mehrere Linien die mit unterschiedlichen Routen durch Barcelona führen und euch auch abseits des Zentrums bringen. Typisch für die „Hop on, hop off“-Busse: Es ist erlaubt, an den vorgesehenen Haltestellen da ein- und auszusteigen, wo es euch lieb ist – somit habt ihr auch die Chance euch im ruhigen ein Denkmal etc. anzuschauen, um dann euch wieder zum nächsten Ort fahren zu lassen. Ich muss jedoch gestehen, dass wir dieses Angebot bei unserer Barcelona Reise nicht genutzt haben, weil wir so viel wie möglich zu Fuß und auch mit der U-Bahn erreichen bzw. nutzen wollten, um ein Gespür für das typische Leben in Barcelona zu bekommen – Geschmäcker sind jedoch unterschiedlich. Mich persönlich interessiert die verschiedene Bauweise, welche es in den verschiedensten Ländern zu betrachten gibt, besonders die alte historische Architektur fasziniert mich. Aufgrund dessen sind wir auch auf die Universiät „Universitat de Barcelona“ aufmerksam geworden, die mittlerweile seit über fünf Jahrhunderten besteht und mit einem bezaubernden Charme besticht. Die Universität gliedert sich in insgesamt 19 Fakultäten auf, die überall in der Stadt und im Umland verteilt sind. Wir waren nicht nur vom Inneren, sondern auch von der Außenanlage, die wunderschön Parkähnlich aufgebaut ist, angetan – vielleicht gibt es ja unter euch auch einige Architekturinteressierte, denn dann lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Von der beeindruckenden alten Universität zum nächsten architektonischen Meisterwerk: Dem „Torre AGBAR“. Der 2005 an der „Plaza de las Glorias“ erbaute Gebäudekomplex misst 142 Meter und dient als Bürogebäude, zudem erstrahlt er in der Nacht im rot und blauem Glanze – Photographen, egal ob Freizeit oder beruflich, wird es mit Sicherheit gefallen. Angrenzend befindet sich ein riesiges Kaufhaus, das „Les Glòries“ - für alle Shoppingwütigen unter euch ;) Der Tibidabo: Ein weiteres Ausflugsziel, das auf unserer To do Liste stand. Der zweite Hausberg Barcelonas, der 512 Meter Höhe misst und der höchste Gipfel der Bergkette „Serra de Collserola“ ist. Um dorthin zu gelangen, könnt ihr mit der Metro Linie L7 bis zur Endstation Avinguda del Tibidabo fahren. Von dort aus hättet ihr zwei Möglichkeiten, um auf den Berg zu kommen. Die eine wäre, ihr steigt in die Tramvia Blau und gönnt euch eine Prise Nostalgie (eine einfache Fahrt kostet 5,50€) oder aber, ihr steigt in den gegenüberliegenden Linienbus 196 ein und könnt zum Beispiel mit dem HOLA BCN Ticket „gratis“ euch zum Berg fahren lassen – der Linienbus 196 wäre zudem auch noch die günstigere Alternative, falls ihr kein HOLA BCN Ticket besitzen solltet (für die Sparfüchse unter uns ;). Bei der Endstation angekommen, bist du allerdings gerade einmal bei der Hälfte des Berges - um ganz hinauf zu gelangen, führt eine Standseilbahn (Kosten für Erwachsene: 7,70€ Hin- und Zurück). Die steile Fahrt lohnt sich auf jeden Fall, denn wir bekamen nicht nur eine aufregende Fahrt geboten, sondern wurden außerdem noch mit einer fantastischen Aussicht über ganz Barcelona belohnt. Außerdem wartet auf dem Tibidabo auch noch ein Freizeitpark, der vermutlich vor allem für Kinder sehr attraktiv ist.

Marcel und ich zählen nicht unbedingt als die Shoppinginteressierten, wenn wir auf Reisen sind, aber natürlich haben auch wir uns die berühmte Einkaufstraße La Rambla angeschaut. Die etwa 1,3km lange Promenade ist umgeben von vielen Geschäften, Souvenirläden sowie Restaurants, allerdings alles sehr touristisch geprägt und überlaufen – spätestens hier bekommt ihr einen Horror auf Selfie-Sticks. Die La Rambla, auch Les Rambles genannt, verbindet die Pląca de Catalunya mit dem Hafen und bildet eine schnurgerade Linie mitten durch das Zentrum von Barcelona. Nördlich der Rambla erstreckt sich das Altstadtviertel Barri Gòtic südlich El Raval. Neben den kulturellen Ausflügen lieben wir es natürlich auch zu entspannen. Barcelona bietet einige Erholungsbereiche, welche zum Teil auch aus der Zeit der Weltausstellung von 1888 stammen bzw. in diesem Zeitraum extra dafür angelegt wurden - wir waren also gespannt, was Barcelona bezüglich Parks zu bieten hat. Besucht haben wir den Park Parc de la Ciutadella, welcher sich sehr zentral direkt in der Innenstadt zwischen Arc de Triomf und dem Strandabschnitt Barceloneta befindet. Zwischen den vielen Palmen, schönen Blumenwiesen und beeindruckenden Skulpturen lädt der Park wunderbar zum Verweilen, entspannen, Spazierengehen sowie, da sich in der Mitte des Parks ein kleiner Teich befindet, Treetbootfahren ein. Der Park verfügt über zehn Eingänge und misst eine stolze Fläche von 17,42 Hektar. An der Seite des Parks befindet sich außerdem das Parlament de Catalunya, das übrigens immer jeden 1. Freitag des Monats besichtigt werden kann. Angrenzend zu dem Parc de la Ciutadella liegt der Zoo Parc Zoológic, der auf etwa 13 Hektar ungefähr 5.500 Tiere aus über 400 verschiedenen Tierarten beherbergt (Preis für Erwachsene: 19,90€). Das Schönste ist es, eine fremde Stadt mit allen ihren Facetten kennen zu lernen.

Da wir beide auch in unserer Heimatstadt gerne ein Opern- oder Theaterstück besuchen, freuten wir uns schon riesig darauf in der Oper Gran Teatre del Liceu, die sich übrigens auch an der La Rambla befindet, das Stück La Bohème anzusehen, eine rührende Liebesgeschichte. Die im Jahre 1847 zum ersten Mal eröffnete Opera darf sich das größte Opernhaus in Barcelona nennen. Im Opernsaal finden auf 360qm Fläche bis zu 2.2086 Menschen Platz. Auch wenn wir leider sprachlich nichts verstanden haben (wir sprechen kein Spanisch), war der Opernbesuch in einer anderen Stadt, abseits von Zuhause, für uns einmalig und es war zudem wunderschön den Klängen des spanischen Gesangs zu lauschen. Für all diejenigen unter euch, die nicht so auf Opernstücke stehen, sich die Oper aber dennoch gerne einmal anschauen möchten, werden Rundgänge angeboten, wo ihr zwischen der etwa 25-Minuten andauernden „Express Tour“ (findet täglich statt) oder der größeren etwa 50-Minuten andauernden „Guided Tour“ (findet von Montag bis Freitag statt, bei dieser Variante werden mehrere Räumlichkeiten gezeigt) wählen könnt. Ein weiterer sehr bekannter Platz ist der Plaça d’Espanya, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Stadt, wo sich unter anderem auch der Magische Brunnen Font Magica sowie das Nationalmuseum Museu Nacional d’Art de Catalunya befinden. Am Abend verwandelt sich der Font Magica in einen buchstäblich magischen Brunnen - die Wasserspiele werden durch unterschiedliche Farben untermalt und zusätzlich wird Musik gespielt, allerdings finden die Wasserspiele nur am Wochenende statt. Und noch ein Tipp: Dieses unglaubliche Erlebnis bekommt ihr auch noch gratis;) Wir haben es diesmal aus Zeitgründen leider nicht geschafft, uns eine der 15-minütigen Vorstellungen (die übrigens einige Male pro Abend wiederholt wird) anzuschauen, aber was nicht ist, wird noch werden :) Nach dem Brunnen führen ganz viele Stufen hoch zum Nationalmuseum Museu Nacional d’Art de Catalunya, wo ihr vom Gelände aus die fabelhafte Aussicht auf den Brunnen und den gegenüberliegenden Montjuïc auf euch wirken lassen könnt. Für die Geschichtsinteressierten unter euch: Aus zwei Museen wurde im Jahre 1990 eines, nämlich das Museu Nacional d’Art de Catalunya. Es erschloss sich aus dem Museu d’Art Modern und dem Museu d’Art de Catalunya zusammen, welches aus dem katalanischen Museumsgesetz hervorging. Wir hatten es aus Zeitgründen leider nur für eine halbe Stunde in das Museum geschafft, doch traue ich mich schon nach dieser kurzen Zeit zu behaupten, dass hier für jeden Kunstliebhaber etwas dabei ist – angefangen von der Romantiksammlung über die Sammlung gotischer Kunst bis zur Barock- und Renaissancezeit. Das Museum hat täglich bis auf Montag geöffnet, der Eintrittspreis beträgt 12€ (wobei die Eintrittskarte noch für einen zusätzlichen Tag im selben Monat gilt).

Der Ort wo alles begann: Der Barri Gòtic. Das gotische Viertel ist das älteste Stadtviertel von Barcelona - zusammen mit einigen anderen Stadtvierteln bildet Barri Gótic die Altstadt von Barcelona. Dank der engen Gassen und der vielen kleinen Geschäfte sowie kleinen Restaurants ist hier ein sehr romantischer Altstadtflair zu spüren, wenn ich dann noch an die schöne Kathedrale La Catedral de La Santa Creu i Santa Eulàlia und die Kirche Santa Maria del Mar denke, traumhaft schön. Natürlich auch eine sehr bekannte Basilica – die Sagrada Familia. Der Architekt „Antonio Gaudí“ hat mit dem Bau dieses wundervollen architektonischen Meisterwerks und seinen wirklich vielen außerordentlich kunstvollen Details 1882 begonnen, nun ist sie nach 134 Jahren leider immer noch teilweise eine Baustelle. Es heißt, dass in zehn Jahren mit der kompletten Fertigstellung gerechnet werden kann – wir dürfen alle gespannt sein. Wer sich die Basilica nicht nur von außen ansehen will und auch nicht viele viele Stunden in der Schlange warten möchte, der kann sich auch Online-Tickets mit anschließendem separaten (vorgezogenem) Einlass kaufen – die Zeit ist viel zu schade, um sie mit Warten zu verbringen. Auch wenn wir es sowohl zuhause als auch auf Reisen bevorzugen, so viel wie möglich selber zu kochen, heißt das natürlich nicht, dass wir uns ab und zu nicht auch einmal einen Restaurantbesuch gönnen, so wie z.B. an unserem letzten Abend in Barcelona (zumindest für diese Reise) im Los Bellota, in einer Seitenstraße nahe der Sagrada Familia gelegen, wo wir unseren Barcelona-Trip bei einem guten Essen und hervorragendem spanischen Wein ausklingen haben lassen.

Tipps:

  • Wenn ihr mindestens zwei Tage in Barcelona seid, dann können wir euch die „HOLA BCN“ Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel empfehlen (hier könnt ihr zwischen 2, 3, 4 oder 5 Tage wählen). Es lohnt sich einfach, gerade wenn ihr mehrmals täglich eines der öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchtet. Die „HOLA BCN“-Tickets sind in allen Trams, Metros, sowie Bussen gültig. Manko: Ausnahme ist die Fahrt vom Flughafen nach Barcelona oder von Barcelona zum Flughafen, dafür gibt es eigene Tickets, die ein bisschen teurer sind. Falls ihr lieber unabhängig agieren möchtet, könnt ihr euch auch für eure Tour ein Auto mieten, was gerade für den Trip zum Tibidabo zum Vorteil sein könnte - vergleichen könnt ihr die Preise z.B. auf Auto Europe 
  • Bei unserer Reise haben wir eine Unterkunft über Airbnb genommen. Falls du noch nicht Mitglied bei Airbnb bist, kannst du dich hier gerne anmelden und bekommst für deine erste Registrierung sogar einen Gutschein geschenkt. Falls euch das nicht so recht ist, könnt ihr auch Hotels vergleichen und buchen. Vergleich doch am besten die Unterkünfte und Preise auf HolidayCheck

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